Messen bei 20 °C
Ein Maß auf der Zeichnung gilt bei 20 °C. Das legt ISO 1 als Standard-Bezugstemperatur fest, und es erspart jedem Prüfer die Frage, bei welcher Temperatur das Teil gemeint ist. Für die Konstruktion folgt daraus eine einfache Regel: Gerechnet wird immer von 20 °C aus, nach oben und nach unten.
Für die Prüfung heißt das: Ein erwärmtes Teil zeigt beim Messen ein anderes Maß als dasselbe Teil nach dem Abkühlen. Bei Aluminium fällt das stärker ins Gewicht als bei Stahl, weil sich der Werkstoff stärker dehnt. Messen Sie deshalb Aluminiumteile erst, wenn sie die Raumtemperatur angenommen haben, oder rechnen Sie mit dem Rechner auf 20 °C zurück.
Auf der Zeichnung genügt eine Angabe im Schriftfeld oder neben dem betroffenen Maß: Maß gilt bei 20 °C. Wer eine Paarung für eine andere Betriebstemperatur auslegt, schreibt zusätzlich die Einsatztemperatur und den Gegenwerkstoff in die Anfrage; beides gehört zu dem, was das Angebot klären muss.